Neuigkeiten

KI Preisreport November 2017

Technische Thermoplaste November 2017: Neue Preisrallye deutet sich an / Erste Anhebungen bei fast allen Sorten / Versorgungslage wird enger / Entwicklung der Rohstoffkosten treibt Notierungen im Dezember weiter

 Im europäischen Markt für technische Thermoplaste scheint im November 2017 eine neue Preisrallye begonnen zu haben. Mal waren anziehende internationale Notierungen für Vor- und Zwischenprodukte der klassischen technischen Werkstoffe der Grund, mal eher nicht ausreichende Compoundier-Kapazitäten. Die Käufer wurden in vielen Bereichen deutlich nervös, erste Allokationen und Meldungen über steigende Preise in den Öl- und Raffineriestrecken veranlassten viele zu Sicherungskäufen – wenn sie denn überhaupt noch möglich waren. Die Preise für ABS gingen derweil wegen der stark gesunkenen SM-Notierung zurück, die PP-Compounds verharrten im Rollover.

Es deutet sich vor diesem Hintergrund ein ungewöhnlich „heißer" Dezember an. Hohe Forderungen stehen ohnehin bereits im Raum. Der zentrale Aromat Benzol hat nun auch in Europa auf den starken Sog aus Nordamerika und Asien reagiert. Die Referenz wurde um 145 EUR/t nach oben gezogen. Dieser Kostendrive bleibt nicht ohne Folgen für die Entschlossenheit der Anbieter, noch in diesem Jahresendmonat zumindest Teile der Forderungen einzuholen.

Die Nervosität der Käufer sowie in etlichen Segmenten auch die anhaltend gute Nachfrage aus den Endmärkten sorgen für ausreichendes Interesse. Zwar wird es natürlich durch die Feiertage zu leichten Beruhigungen kommen, aber das wird die Nachfrage nicht ausreichend genug dämpfen, um die Steigerungen zu verhindern. Auch ABS und PP-Compounds stehen im Auftrieb. Zudem bietet der Blick auf das erste Quartal keine Aussicht auf Entspannung, im Gegenteil sind weitere Steigerungen zu erwarten. Die Weltmärkte sind in zunehmendem Aufruhr.

 

Standard-Thermoplaste November 2017: Polyolefine geben nach / PVC stabil / PS folgt dem Vorprodukt abwärts / PET geht in Sinkflug / Dezember: Olefine ziehen an / Umsetzung nicht klar / Styrol schießt hoch

Im November 2017 hatten einige europäischen PE-Produzenten nach der Rollover-Vorgabe der Ethylen-Referenz auf Anhebungen gehofft. Stattdessen aber strömten Mengen aus Lagerreduzierungen, Mitteleuropa und interkontinentalen Importen auf den Markt, die Preise sanken zwangsläufig. Letztlich blieben die Abschläge aber meist noch moderat.

Der schwache Abflussmonat Oktober hinterließ Spuren bei PP. Etliche Anbieter mussten dafür sorgen, dass die Lager wieder freier wurden, mit den üblichen Anreizen durch niedrigere Preise. Die Käufer deckten sich ein, auch weil ÖL und Naphtha wieder stiegen. Gegen Monatsende wurde der Handel dann immer ruhiger.

Die europäischen PVC-Märkte folgten weit überwiegend dem Rollover-Kurs der Ethylen-Referenz, obwohl einige Segmente wie etwa Profile, Kabel und Folien auffällig aktiv agierten. Das kompensierte die Beruhigung in anderen Sektoren wie etwa den Rohrgeschäften. Die Mischungen blieben diesmal ebenso konstant wie die Basis- und Pastenqualitäten. Die Kostensteigerungen für Zusatzstoffe legten eine Atempause ein.

Nach dem neuerlichen Rückgang der SM-Referenz sanken auch die Notierungen aller Styrolkunststoffe in angemessener Größenordnung. Bei EPS nutzten einige Anbieter die angespannte Versorgungslage und verbesserten ihre Margen. Die Preisrücknahmen fielen damit sehr unterschiedlich aus.

Eine spürbare Kaufzurückhaltung bei regen Importen sorgte für deutliche Rückgänge der PET-Preise. Die zwischenzeitliche Hochphase in diesem Sommer entpuppte sich damit als kurzes Strohfeuer. Die bekannten strukturellen Probleme der weltweiten Überkapazitäten meldeten sich mit Macht zurück. Chinesische Waren sickerten immer stärker nach Europa ein. Dabei tendierte die Nachfrage weiter gering.

Die Ethylen-Referenz für Dezember hat um 32 EUR/t zugelegt. Ausgerufene Forderungen von bis zu +70 EUR/t wurden sofort durch Rollover- und Abschlagsangebote unterlaufen. Auf Seiten der Abnehmer besteht geringer Kaufdruck. Das wahrscheinlichste Szenario ist daher Rollover.

Auch die Propylen-Referenz zog um 32 EUR/t an. Natürlich wollen die Anbieter den Kostenschub sowie möglichst eine zusätzliche Margenkomponente durchsetzen. In dem geringen Nachfragemonat Dezember könnte dies jedoch auf große Schwierigkeiten treffen, zumal etliche Abnehmer im November bereits umfangreich zugeschlagen haben.

Eine für Dezember außergewöhnlich starke Aktivität ist beim PVC festzustellen. Compoundeure avisieren durchlaufende Linien auch zwischen den Jahren. Dennoch wird es zu einer Beruhigung der Nachfrage rund um die Jahreswende kommen. Es bleibt offen, ob der Auftriebsdruck des Ethylens in Anhebungen umgesetzt werden kann.

Nach zwei Monaten mit rückläufigen Notierungen hat der SM-Referenzkontrakt wieder fast dreistellig aufgesattelt. Das werden die PS-Anbieter einholen wollen. Bei EPS dürfte die enge Versorgungslage darüber hinaus zu Buche schlagen.

Die PET-Notierungen stehen derweil weiter unter Druck, da weder angebots- noch nachfrageseitig wesentliche Änderungsimpulse erkennbar sind. Die Margen könnten erneut leiden.

KI Preisreport Oktober

Technische Thermoplaste Oktober 2017: Markt zeigt feste Tendenz / Nur leichte Nachlässe bei PC und PA 6 / Sonst Stabilität bis Aufwärtstrend / November tendiert weiterhin fester

 Im Oktober 2017 ließen die Preise für PC und PA 6 im europäischen Markt leicht nach. Die Angebotslage war hier zu entspannt, als dass nicht wenigstens Teile der Kostennachlässe aus den Vorwochen weitergegeben werden mussten. Anders das Bild bei PA 6.6, das lediglich durch die Wettbewerbsüberschneidung mit PA 6 stabil gehalten wurde. PBT zog dagegen abermals an, während PMMA eine kurze Atempause einlegte. POM blieb noch stabil, der Untergrund jedoch begann Blasen zu werfen. Bei den PP-Compounds wurden die gestiegenen Kosten eingepreist. Umgekehrt gingen die ABS-Notierungen wegen des Nachgebens der SM-Referenz nach unten.

Im November könnte der Markt eine umfassende Festigung erleben. Die zuletzt noch schwächelnden Werkstoffe stabilisieren sich, der Aufwärtstrend bei den anderen wird stärker. Mit zumindest moderaten Steigerungen muss daher bei vielen Qualitäten von PA 6.6, PBT, POM und PMMA gerechnet werden.

 

Standard-Thermoplaste Oktober 2017: Insgesamt kaum Margensteigerungen / Kostenweitergabe überwiegt mit wenigen Ausnahmen / Im November Abschläge bei Styrolkunststoffen und PET in Sicht / Nachfrage trübt sich ein

 Die verbesserte Verfügbarkeit bei einigen PE-Typen durchkreuzte das Ansinnen der Erzeuger nach stärkeren Preiserhöhungen. Letztlich kam es nur bei tiefliegenden Notierungen zu tatsächlichen Anhebungen – die Mehrzahl der Abschlüsse preiste lediglich die um 30 EUR/t höhere Ethylen-Notierung ein. Lediglich bei PE-LLD (C4) Folientypen konnten die Anbieter auch Margensteigerungen in zumindest merklichem Umfang durchsetzen – eine Folge des eingeschränkten Angebots.

Die Vorstellungen vieler westeuropäischer PP-Anbieter bezüglich Margenverbesserungen konnten im Oktober 2017 ebenfalls nicht realisiert werden. Angebote aus mitteleuropäischen Produktionen unterliefen die Bemühungen. Während bei den homopolymeren Qualitäten die direkte Kostenweitergabe die Messlatte bildete, büßten die copolymeren Typen an Boden ein. Die Compounds folgten derweil dem Trend der gesamten Propylenkette.

Die europäischen PVC-Erzeuger mussten im Laufe des Oktober 2017 einsehen, dass ihre ursprünglichen Anhebungsvorstellungen dann doch zu ambitioniert waren. Die sinkende Nachfrage insbesondere aus dem Tiefbausektor ließ dazu bereits im ersten Monat des vierten Quartals keinen Raum. So blieb es am Ende bei der Weitergabe der anteiligen Ethylenkosten-Steigerung. Das gilt auch für die Pastenqualitäten und die weichen Compounds, wo letztlich nur die Anhebungen beim Matrixmaterial zur Geltung kamen. Bei den harten PVC-Mischungen dagegen schlugen die abermaligen Steigerungen bei Titandioxid und Stabilisatoren wie seit einigen Monaten schon überproportional durch.

 Die Abwärtskorrektur der SM-Notierung um 110 EUR/t sorgte auch bei den Styrolkunststoffen für rückläufige Preise. Die deutlichsten Rückgänge verzeichnete PS, nicht selten wurde hier die komplette Kostenermäßigung an die Verarbeiter weitergegeben. Bei EPS behielten mehrere Anbieter angesichts der engen Marktlage hingegen große Teile der Kostenreduktion ein, so dass die Höhe der Abschläge bei den einzelnen Produzenten sehr unterschiedlich ausfiel. Vergleichsweise gering fielen die Preisveränderungen auch bei ABS aus, weil im Kostenkorb gestiegene Notierungen für Butadien und ACN den Rückgang bei Styrol ausglichen.

 Die europäischen PET-Produzenten hatten in den letzten Monaten so viel Freude wie lange nicht, da sogar Margensteigerungen gelangen. Die gute Stimmung trübte sich aber im Oktober 2017 recht zügig wieder ein. Auf der einen Seite fielen die Notierungen in Asien und prompt standen wieder rund ein Drittel mehr Importmengen vor der Tür, und das mit Kampfpreisen etikettiert. Auf der anderen Seite wurde die sommerliche Getränke- und damit Flaschensaison ohne viel Federlesens ausgeläutet, und die Nachfrage sackte ein. In diesem Schatten gingen die PET-Preise folgerichtig nach unten, wenn auch noch nicht dramatisch.

 Für den November hängt die Entwicklung bei PE davon ab, wie stark der Einfluss der Force Majeure bei Borealis tatsächlich sein wird, was bislang nicht klar ist, weil Details zu den betroffenen Typen fehlen. Es könnte deshalb zu punktuellen Einschränkungen kommen. Die im Niederdruckbereich allgemein erwartete Entspannung könnte bei den C4-Folientypen auf sich warten lassen. Viel wird von einem Wiederaufleben entsprechender Importe nach den Aufräumarbeiten in den USA abhängen.

 Bei PP und PVC deuten sowohl die Kostenfaktoren als auch die Marktlagen auf einen ruhigen Seitwärtsverlauf hin. Ausnahme bleiben die unplastifizierten PVC-Mischungen, wo die Zusatzstoffe weiterhin für Auftriebsdruck sorgen.

 Polystyrol-Verarbeiter setzten auf weitere Preisreduktionen. Und tatsächlich sank der SM-Referenzkontrakt um 90 EUR/t. Die Produzenten der Styrolkunststoffe werden wieder versuchen, Teile der Kostenreduktion einzubehalten. Doch angesichts der breiteren Verfügbarkeit dürfte ihnen dies insbesondere bei PS und ABS schwerer fallen als in den vorangegangenen Monaten.

 Klar scheint die Trendwende in den seit Jahren gewohnten Abwärtsgang des weltweit überversorgten Polyesters vorgezeichnet. Für den November sind wohl weitere Preisrückgänge zu erwarten, auch wenn es in Nord- und Südamerika wegen der eingestellten Produktionen bei M&G gegenläufige Tendenzen gibt.

 

 

Innovation bei Türgriffen – eine Weiterentwicklung von ITW Automotive Products GmbH unter Anderem mit der Unterstützung von ClickPlastics AG

Für eine glatte Linienführung und zur Reduzierung des Luftwiderstandes geht der Trend bei einigen OEM´s zu voll versenkbaren Türgriffen. Aufgrund gestiegener Ansprüche an die Gestaltung von Fahrzeugen bieten versenkbare Türgriffe eine Alternative zu den bisher bekannten Bügel- oder Klappengriffen. Es ist anzumerken, dass diese neuen Türgriffe immer eine Notentriegelungsfunktion aufweisen und somit auch bei Entfall der Stromversorgung oder bei  einem Unfall geöffnet werden können.

 

 

 

 

 

Voll versenkbare Türgriffe des Range Rover Velar

 

 

 

 Komplette Mechanik und Elektronik ein- schließlich lackierter Griffblende eines voll versenkbaren Tür- griff Moduls von ITW.

 

 PBT und PBT Compounds als Alternativwerkstoff zeichnen sich generell durch hohe Steifigkeit und Festigkeit, sehr gute Formbeständigkeit in der Wärme und geringe Wasseraufnahme aus.

Die Click Plastics AG, Anbieter von technischen Kunststoffen, favorisiert für die Griffblende PBT/ASA. Dieser Kunststoff hat eine gute Schlagzähigkeit, geringen Verzug und es wird eine sehr gute Formteil-Oberfläche erreicht. Somit kann das Material für unlackierte Teile und natürlich auch für lackierte oder metallisierte Teile hervorragend eingesetzt werden.

PBT/ASA Formteile haben den Vorteil, dass es keine Volumenänderungen und dadurch Maßänderungen durch Feuchtigkeitsaufnahme gibt. Auch die elektrischen und mechanischen Eigenschaften (z.B. E-Modul, Toleranzen) werden im Gegensatz zu anderen Materialien bei PBT/ASA nicht durch Feuchtigkeit beeinflusst.

 

 Griffblenden  PBT/ASA

schwarz

7020-104 GI mit 20% GK

Natur

7020-200 GI mit 20% GK

 

 Polyphenylensulfid (PPS), ebenfalls im Produkt Portfolio der ClickPlastics AG, ist ein teilkristalliner Kunststoff, der sich durch sehr hohe Wärmeformbeständigkeiten, eine hohe Chemikalienbeständigkeit und Steifigkeit und extrem geringes Setzverhalten bei unterschiedlichen Klimawechsel auszeichnet. PPS ist eine ausgezeichnete Alternative zu Metallbuchsen. Zur Verstärkung von PPS, werden in erster Linie Glasfaser, aber auch Kohlenstoff- und Aramidfasern eingesetzt. Als Füllstoffe finden Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Kaolin, Glimmer, Talkum oder Quarz Verwendung. Füllgrade bis 70 Masse-% sind möglich.

 

 

 Verschraubungsbuchsen aus PPS zur Befestigung
  an der Autotür

 

   PPS SGM651E65 Natur mit 65% GF / Mineral

 

 Hoher E-Modul, geringe Verzugsneigung, sehr gute mechanische und elektrische Eigenschaften.

 Durch die Einfärbungen der Verschraubungs- buchsen, ist es möglich die Türgriff-Module den jeweiligen Türmodellen bei der Montage zu zuordnen (keine Verwechslung). Dies ist also ein weiterer Vorteil zu den Metallbuchsen.

 Bei diesem Gehäuse (Türöffner), ist das funktionale Zusammenspiel (Funktion) der einzelnen Komponenten, besonders auch bei unterschiedlichen klimatischen Verhältnissen, wichtig. Verschiedene Materialen zeigen hinsichtlich Schwindung, Toleranzen unterschiedliches Verhalten. Durch den Einsatz von PBT, verschiedenen PBT Compounds und PPS konnten so Vorteile hinsichtlich Toleranz, Wasseraufnahme und Verarbeitung im Vergleich zu bisher eingesetzten Materialien erreicht werden.

 

Dieter Schwittay

ClickPlastics AG

<<12345...7>>
bg